4.1 Zeitschriftenartikel nach Literaturliste beschaffen

Stürmische Zeiten: Nach den letzten Übungen zieht die Stofffülle – trotz einer geringeren Anzahl an PDF (3) und WMV Files (2 mit anderem Inhalt als die Folien) – merklich an. Nachdem die vorhergehende Einheit wissenschaftliche Zeitschriften im Allgemeinen sowie deren Beschaffungquellen im Besonderen behandelt hat, liegt das Hauptaugenmerkt dieses mal ganz auf dem praktischen Teil: (Inf_09_1_9703958.pdf) Neben der Definition und Abgrenzung von Tagungsbeiträgen und wissenschaftlichen Aufsätzen, wird ein strukturiertes Vorgehen vorgestellt, mit dem man selbige entweder anhand einer vorhandenen Bibliographie oder Literaturliste zu beschaffen in der Lage ist (Siehe Abbildung).

Inf_09_1_9703958_vanilla

Zu dieser kurzen Einleitung folgt eine 14-seitige “Anleitung” (Inf_09_2_9761086.pdf), die das gezeigte Diagramm erläutert und entgegen des üblichen Powerpoint Charakters der Folien als bebilderter Fließtext organisiert ist. Nach einer Auflistung der unterschiedlichen Suchmöglichkeiten (Wissenschaftliche Suchmaschinen wie Google Scholar, sowie kommerzielle Volltextdatenbanken a la Springer Link und HighWire und später im Text Aufsatzdatenbanken im Sinne von Jade oder BVB-AufsatzDB) sowie dem generellen Hinweis bei jeder Zeitschriftensuche als erstes immer die EZB zu bemühen, wird das eigentliche Vorgehen anhand der Grafik erklärt, welche ein “top-down”-Vorgehen suggeriert: Der erste Schritt stellt die allgemeine Verfügbarkeits- und Nachweisrecherche via BVB dar und verzweigt meist – je nachdem ob die Zeitschrift elektronisch oder gedruckt verfügbar ist – auf den Bestand der EZB. Von dort aus lassen sich entweder per SFX gedruckte Kopien oder Fernleihe Möglichkeiten organisieren (sogar möglich, wenn der Artikel nicht im BVB Verbund registriert ist per Kopiebestellung). Sollte der gesuchte Aufsatz an einer TU-Bibliothek vorrätig sein, lässt sich über den hauseigenen dokumenTUM Dienst entweder eine gedruckte Kopie oder ein PDF mit dem gesuchten Inhalt anfordern (SiSiS-Elektra Oberfläche). Abschließend wird der Unterschied zwischen Aufsatzdatenbanken und wissenschaftlichen Suchmaschinen behandelt, wie auch die einzelnen Formen der Fernleihe (kostenloses SFX, kommerziellen Subito mit vielfältigeren Formen der Artikellieferung) und ein letzter Appell zur Verwendung von Aufsatzdatenbanken zu Beginn einer Suche.

Inf_09_3_9703739.pdf vertieft noch einmal die Begrifflichkeiten der wissenschaftlichen Suchmaschine, Volltextdatenbanken und Aufsatzdatenbanken, welche in der beschriebenen Anleitung nur kurz angerissen wurden. Insbesondere wird anhand von Beispielen noch einmal auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Gattungen eingegangen sowie exemplarische Benutzungshinweise gegeben.

Des weiteren liegen noch zwei Videos bei, von denen das Erste (Inf_09_1_9703967.wmv) sich hauptsächlich mit dem Inhalt des ersten PDFs (Inf_09_1_9703958.pdf) auseinandersetzt sowie ein Zweites (Inf_09_3_9703765.wmv), welches vor allem die Benutzungsanweisungen des dritten PDFs (Inf_09_3_9703739.pdf) ausführlicher beleuchtet.

Zu guter Letzt hält auch diese Übung wieder Weblog Kost zum philosophieren bereit:

Stellen Sie sich vor, Sie seien Hiwi in einem Lehrstuhl und bekommen folgende
eMail eines Bekannten Ihres Chefs aus Cuba zur Bearbeitung weitergeleitet

a. Beschreiben Sie in Ihrem Blog, wie Sie den Auftrag (Herr Pérez braucht eine
Kopie des Artikels) erledigen.

Nach dem bereits vorgestellten Schaubild, hatte ich zuerst die Ehre mit dem BVB, der nach mehrmaligem Verändern der Suchanfrage tatsächlich 4 Treffer für die gedruckte Auflage in mehreren verschiedenen Bibliotheken sowie einer elektronischen Version im EZB lieferte. Dort angekommen hat sich rausgestellt, dass der Gesamtbestand des gesuchten Journals nur teilweise lizensiert war (gelbe Ampel) und die gesuchte Ausgabe sogar nur als Auszug zur Verfügung stand (rote Ampel), außerdem ein hinterlegter SpringerLink der auf die gesammelten Werke der Zeitschrift in der Springer Volltextdatenbank verwies. Nach einer Suche nach dem Titel war der gewünschte Treffer auch als PDF bereits in Reichweite, sollte allerdings mit einer Schutzgebühr von 34 € ausgelöst werden, allerdings hat sich dann dankbarerweise doch noch ein Loginfeld gefunden, dass meine mytum Kennung akzeptiert hat und mir dann doch noch erlaubt hat, das entsprechende Dokument vollständig herunterzuladen (trotz roter Ampel? schon seltsam… vielleicht bezieht sich das nur auf die Bibliotheksbestände).

Um ehrlich zu sein muss ich sagen, dass es natürlich nicht so glatt lief, sondern dass das hier die gekürzte Fassung ist wink. Ich hab mehrmals händisch verschiedene Datenbanken (EZB, ZDB, dokumenTUM über SiSiS Electra und Google Scholar) ansteuern müssen, nur um rauszufinden, dass die alle auf den selben Eintrag bei SpringerLink verweisen und man sich da per mytum Kennung anmelden kann. Anhängend hier noch das Schaubild mit dem von mir eingeschlagenen Pfad:

Inf_09_1_9703958

b. Bei welchem Schritt gab es besondere Schwierigkeiten?
Probleme gab es hauptsächlich aufgrund der Begrifflichkeiten, also meist was anderes eingegeben als eigentlich gefordert war. Anfangs habe ich sogar daran gezweifelt, ob der Artikel überhaupt irgendwo aufzufinden wäre, da der BVB bei meinen ersten Suchanfragen keinerlei Treffer geliefert hat und die anderen Dienste sämtlich auf SpringerLink verwiesen haben, wo man aber 34 € für ein PDF bezahlt, wenn man nicht weiß, dass man als Student da kostenlos Zugriff drauf hat. Das sind alles im Prinzip Probleme, die sich mit der Zeit wahrscheinlich von selbst lösen, jedoch war ich auch schon vor der Lehrveranstaltung der Meinung, dass die wesentliche Hürde bei der Nutzung des Medienangebotes der TUM hauptsächlich die große Uneinheitlichkeit der Landschaft ist: Mittlerweile sind uns glaube ich fast an die 30 Dienste nahegelegt worden, die alle eine andere (nicht immer sehr intuitive) Bedienungsoberfläche aufweisen und bei denen einem erstmal gesagt werden muss, dass man als Student der TUM überhaupt berechtigt ist darauf zuzugreifen (bei SpringerLink wusst ich das nicht… wär in der Vergangenheit schonmal nützlich gewesen). Es ist wahrscheinlich utopisch aber richtig glücklich wäre ich mit einem gemeinsamen Bibliothekssystem, dass eine einheitliches Look & Feel sowie auch eine gewisse Corporate Identity aufweist um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, so dass man nicht erst massenweise PDFs wälzen muss, bis man überhaupt weiß, was wie und wo erlaubt ist.

Eine Antwort zu „4.1 Zeitschriftenartikel nach Literaturliste beschaffen“

  1. schlind sagt:

    Ihr Problem war, dass Sie die gelbe Ampel zwar sehen, aber nicht nutzen konnten (was nur über Proxy am Campus oder mit VPN gegangen wäre).

    Ich habe gesehen, dass ich den ganz rechten Armder Graphik ober nochmal etwas nacharbeiten muss, ohne Proxy müssen Sie sich noch ins DocumentWeb einloggen, damit der Zugriff klappt.

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