SZ-Artikel über Qualität von wissenschaftlichen Open-Access Journalen

Aus aktuellem Anlass: In der Süddeutschen Zeitung vom 20./21. Juni 2009 findet sich auf Seite 20 (Rubrik “Wissen”) ein kleiner Artikel über zwei Forscher, die immer wieder von dem Wissenschaftsverlag Bentham zu Werbezwecken aufgefordert wurden, ihre Publikationen dort zu veröffentlichen. Aufgrund der hohen Frequenz der Nachfragen wurden die beiden misstrauisch und ließen sich mittels Scigen, einer Software für die automatische Generierung (sinnfreier aber grammatikalisch korrekter) wissenschaftlicher Arbeiten inklusive Diagramme und Zitationen, einen Artikel zu einem aktuellen Forschungsthema der Informatik generieren, schickten diesen ein – und bekamen tatsächlich eine Veröffentlichung im Open Information Science Journal (Inzwischen entfernt glaube ich…).
Hintergrund ist, dass sich viele kleiner Forschungseinrichtungen die horrenden Veröffentlichungsgebühren bei großen Fachblättern wie Nature oder Science (bis zu 20.000 Dollar pro Jahr für ein Abo laut Artikel) nicht mehr leisten können und deshalb auf sogenannte Open-Access Verlage angewiesen sind, die die Artikel kostenlos und elektronisch für Jedermann zur Verfügung stellen (ein Hinweis hierzu findet sich auch in Video Inf_09_3_9703765.wmv aus der Lerneinheit 4.1) jedoch scheint die Qualität manchmal unter dem Kostendruck zu leiden.
Ich glaube ich habe kein Wiederveröffentlichungsrecht, sonst würde ich den gescannten Artikel hier reinstellen… auf SZ Online habe ich ihn leider nicht gefunden. Vielleicht hat wer anders mehr Glück, allerdings is die Zeitung ja relativ weit verbreitet so dass ich glaube der ein oder andere wirds sicher irgendwo herbekommen, falls Interesse besteht smile.

Nachtrag: Mittlerweile steht der Artikel auf der eLearning Plattform zum Download zur Verfügung, Dozent liest anscheinend ebenfalls SZ^^.

Eine Antwort zu „SZ-Artikel über Qualität von wissenschaftlichen Open-Access Journalen“

  1. schlind sagt:

    Der SZ-Artikel hat Frau Geisberg in der Bibliothek der eLearningplattform eingestellt.

    Es geht in dem SZ-Artikel eigentlich um zwei Ding, das Peer Review System und das, was man Zeitschriftenkrise nennt. Beides fördert die Qualität wissenschaftlicher Forschung und wissenschaftlicher Veröffentlichungen nicht, wie man sieht.

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