4.3 Fachbibliographien

Back for good! Die Lehrveranstaltung näher sich langsam dem Ende was auch daran zu erkennen ist, dass mittlerweile die zweite Prüfungsfrage ansteht. Die Einheit 4.3 steht ganz im Zeichen der Fachbibliographien, d.h. Bibliographiedienste, die sich ausschließlich um ein einziges Themengebiet drehen. Auch dieses mal hält sich das Material dankbarerweise in Grenzen (3 PDFs und 3 Videos mit gesprochener Erklärung zu den PDFs), weshalb ich auch auf einen kurzen und prägnanten Eintrag hoffen kann wink. Fachbibliographien stellen (wie in Inf_11_1_10065355.pdf angemerkt) neben Aufsatzdatenbanken, wissenschaftlichen Suchmaschinen und Volltextdatenbanken das vierte Medium zur Literaturrecherche dar, eignet sich aber aufgrund der Organisation des Inhalts vor allem für qualifizierte thematische Suchen. Der wesentliche Unterschied zu den drei anderen Organisationsformen für Literatur ist, dass in Fachbibliographien hauptsächlich das Fach betreffende Veröffentlichungen (egal ob Zeitschriften, Bücher, etc.) nicht nur anhand ihrer formalen Kriterien (Name, Autor, Datum, …) sondern v.a. durch inhaltsbeschreibende Felder wie Kategorien und Schlagworte beschrieben werden, was eine Auffindung zu einem bestimmten Themengebiet gehörender Bücher eines Fachbereichs erheblich vereinfacht. Schlagwörter (oder engl. Descriptor) stellen ein festgelegtes Vokabular eines Fachgebiets dar, welches in einer sog. Schlagwortliste (engl. authority file) oder einem Thesaurus verwaltet wird. Thesauren sind mir persönlich zum ersten mal im Englischunterricht, sowie später bei verschiedenen Deutscharbeiten begegnet als Nachschlagewerke für Synonyme (seit neuestem habe ich auch immer einen offen wenn ich hier was schreibe damits net gar so fad is tongue). Im Zusammenhang mit Fachbibliographien scheint der Kontext des Synonymfinders noch einmal zusätzlich um den Gedanken der Relationen- und Hierarchiebildung erweitert worden zu sein, der Thesaurus enthält ncht nur reine Äquivalenz- und Assoziationsrelationen sondern auch eine Begriffshierarchie (Taxonomie) einzelner Wörter, was eine Einordnung eines wissenschaftlichen Werkes zusätzlich erleichtert. Würde man den Inhalt eines Thesaurus durch einen Graph visualisieren, würde man sich wahrscheinlich grundsätzlich an eine Mindmap erinnert fühlen, deren Knoten und Blätter jeweils die einzelnen jeweils einzelne Fachbegriffe darstellen (sehe hier evtl. Ähnlichkeiten zu einem semantischen Netz, stimmt das?).
Klingt eigentlich nach einer guten Idee, nur hab ich noch nie von solchen Diensten gehört oder einen benutzt^^. In zdee_10146454.pdf wird anschaulich exemplarisch auf die ZDEE Fachbibliographie für Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik eingegangen. Nach einer kurzen Einführung in Inhalt und Literaturquellen der Datenbank wird v.a. auf die verschiedenen Suchmöglichkeiten des Dienstes eingegangen, die einen Wörterbuchindex, Auswahllisten sowie die angesprochenen Thesauren umfasst. Des weiteren wird eine Suche über Deskriptoren (Schlagwörter) sowie designierte Datenbankfelder angeboten, wie man es bereits von Volltextdatenbanken her gewöhnt ist. Außerdem besteht die sehr interessante Möglichkeit, Suchanfragen in sog. “Daueraufträge” zu verwandeln, d.h. dem Server die Aufgabe zu geben, die Suchanfrage in periodischen Abständen zu wiederholen und bei einer Veränderung des Resultsets eine Informationsemail an den Auftraggeber abzusetzen, was insbesondere nützlich bei recht neuen Forschungszweigen eines Feldes seien dürfte.
Zdee_praxis_10146664.pdf gibt abschließend noch, wie der Name bereits suggeriert, einen praktischen Einstieg in die vorher erörterten Möglichkeiten die Suchdienste der ZDEE in Anspruch zu nehmen. Beginnend mit einer einfach Suchen über Indizes, Suchbegriffe (mit Boolschen Operatoren) sowie über Deskriptoren und Drill-Down von Hierarchien von Deskriptoren. Abschließend wird eine erweiterte Suchmöglichkeit vorgestellt, mittels der auf spezifische Datenbanken zugegriffen oder die Ergebnisse mehrerer Suchanfragen kombiniert werden können. Zusätzlich kann die Suche ein weiteres mal mit Boolschen Operatoren aufgemöbelt und die Anfrage auf spezifische Felder eingegrenzt werden.
Die Polizei greift sie des Nachts angetrunken auf, beantworten Sie folgende Fragen:

Was war für Sie das Interessanteste, das Sie über und zum Umgang mit Fachbibliographien gelernt haben?
Die Sache mit dem Thesaurus sowie der Vernetzung der Fachbegriffe untereinander, die sich fast schon als Ontologien interpretieren lassen. Hier wäre vielleicht wirklich der Schritt zu einem semantischen Wissensnetz nicht mehr weit, vielleicht eine Anregung zur Weiterentwicklung der Datenbank, so dass man z.B. natürlichsprachige Anfragen formulieren kann?

Hätten Sie das jetzt Gelernte früher schon mal benötigt? Wenn ja, beschreiben Sie Situation und Thema kurz.
Ach naja wink ich denke schon allerdings nicht in einer spezifischen Situation, sondern eher wenn man vor einem neuen Thema steht und da gerne Literatur dazu hätte (kommt vor allem bei Seminararbeiten in den niedrigeren Semestern vor). Ich hatte damals im zweiten Semester ein Proseminar mit dem Thema “Semantic Web” (wink) und hab meine Quellen im TU Katalog sowie bei Google Scholar und Google gesucht, die Ergebnisse waren… naja nicht immer verwendbar^^. Vielleicht wäre eine Fachbibliographie hier hilfreicher gewesen, da man sofort zitationsfähige Literatur aus seiner Suche ziehen kann (sofern sie denn erfolgreich ist, in der Regel verweist Google nämlich auf solche sekundären Suchmaschinen/Datenbanken wenn wirklich was drinsteht, wie z.B. Web of Science)

Was ist Ihnen nicht klar geworden?
Der Unterschied zwischen einem Sprachthesaurus und einem Fachbibliographiethesaurus sowie WARUM NÜTZLICHE DIENSTE IMMER ERST GEZEIGT WERDEN WENN ICH SIE NICHT MEHR BRAUCHE tongue. Naja ich schätze das ist charakterbildend an der Uni (und auch nicht allzu ernst gemeint wink).

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